Aussagen widerlegt

Im Jahr 2010 erschien der US-amerikanische Film „Gasland“ des Filmemachers Josh Fox. In seinem Film erhebt Fox schwerwiegende Vorwürfe gegen das Fracking-Verfahren. Tatsächlich enthält der Film jedoch Ungenauigkeiten und irreführende Angaben. Zahlreiche Aussagen, die in dem Film gemacht werden, wurden inzwischen von verschiedenen Behörden und Organisationen in den USA widerlegt. Auch Fox selber hat in der Zwischenzeit bestätigt, dass er bewusst nicht alle Fakten berücksichtigt hat.

Seit Anfang 2015 sehen ARD, ZDF und Arte davon ab, den Film weiter zu zeigen, da die Kritik an „Gasland“ als berechtigt angesehen wird und manches in dem Film, wie zum Beispiel der brennende Wasserhahn (siehe unten), einer Überprüfung nicht standhalte.

Der brennende Wasserhahn

Eine oft bemühte Szene im Dokumentarfilm „Gasland“ ist ein brennender Wasserhahn. Gezeigt wird aus einem Wasserhahn fließendes Wasser, das sich nach einiger Zeit durch ein Feuerzeug entzünden lässt. In der Szene wird der Eindruck vermittelt, als stünde das Fracking-Verfahren damit im Zusammenhang.

Tatsächlich handelt es sich bei dem brennenden Medium um Erdgas. Laut einer offiziellen Richtigstellung des Department of Natural Resources des US-Bundestaates Colorado vom 29. Oktober 2010 handelt es sich hierbei allerdings um natürlich vorkommendes Erdgas, dessen Ursprung auf eine bakterielle Entstehung dicht unter der Erdoberfläche zurückzuführen ist. Dieses so genannte biogene Erdgas steht in keinem Zusammenhang mit der Erdgasgewinnung aus tiefen Gesteinsschichten (thermogenes Erdgas).

Die Entstehung von thermogenem und biogenem Erdgas

Die Entstehung von thermogenem und biogenem Erdgas

Das Auftreten von biogenem Erdgas ist ein weltweit verbreitetes Phänomen, das in Deutschland zum Beispiel auch aus dem Münsterland bekannt ist. Dort sind lokale Austritte von biogenem Erdgas an der Oberfläche keine Seltenheit.

Trinkwasseruntersuchung in Dimock

Auch andere Szenen des „Gasland“-Films halten einer näheren Betrachtung nicht stand. So wird im Film der Eindruck vermittelt, in der Stadt Dimock im Bundesstaat Pennsylvania habe Hydraulic Fracturing das Trinkwasser verunreinigt. Im Sommer 2012 erklärte die zuständige US Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency), dass sie die Untersuchung der Hausbrunnen in Dimock abgeschlossen habe. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen auf, dass keine Verunreinigungen festgestellt werden konnten, die die EPA dazu veranlassen würden, weitere Aktionen einzuleiten.

Diesen und weiteren Behauptungen des Films ist nachgegangen worden, zu finden in der Dokumentation „Truthland“ unter www.energyindepth.com und "Gasland debunked".

Zuletzt hat sich Energy in Depth mit der Trinkwasseruntersuchung in Dimock auseinandergesetzt. Die Stellungnahme finden Sie hier.