Fracking-Flüssigkeiten

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Bestandteile

Die beim Fracking-Vorgang eingesetzte Flüssigkeit ist je nach Lagerstätte unterschiedlich zusammengesetzt. Zum überwiegenden Teil besteht sie aus Wasser: je nach Tiefe und Art des Gesteins zu rund 95 bis 99,8 Prozent. Hinzu kommen die Stützmittel - natürlicher Quarzsand oder Keramikkügelchen - die dazu dienen, dem Erdgas die künstlich geschaffenen Fließwege offen zu halten.

Dem Wasser werden zudem chemische Substanzen beigefügt (Additive). Sie dienen im Wesentlichen dazu, dass der Quarzsand sich mit dem Wasser vermischt und um Reibung zu vermindern. Viele der eingesetzten Stoffe sind - ebenfalls in verdünnter Form - auch aus dem Haushalt bekannt. Eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt besteht nicht: Die verwendeten Flüssigkeitsgemische sind nach geltender Rechtslage weder giftig noch umweltgefährlich.

Schiefergas - ohne giftige Stoffe

ExxonMobil arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Fracking-Flüssigkeiten. Wurden früher noch bis zu 150 verschiedene Substanzen eingesetzt, sind es heute noch insgesamt 30 Stoffe , wobei bei einer jeweiligen Fracking-Maßnahme nur einzelne dieser Substanzen und nur in extrem starker Verdünnung zur Anwendung kommen.

Explain-it: Familie Berger möchte wissen, wieviel Chemie beim Fracking in Schiefergestein eingesetzt wird.

Für Schiefergasgestein konnte nun eine Flüssigkeit entwickelt werden, die insgesamt nicht wassergefährdend ist. Die Zusätze (Additive) sind weder giftig noch umweltgefährlich. Neben Wasser und Sand besteht sie aus einem Vitamin-Vorprodukt und einem Alkohol. Beide sind biologisch leicht abbaubar. Der Wasseranteil der Frac-Flüssigkeit liegt hier bei rund 99,8 Prozent.

Entsorgung

Unmittelbar nach dem Fracking-Vorgang wird ein großer Teil der Flüssigkeit wieder zurückgepumpt. Ein weiterer Teil wird während der Förderung zusammen mit dem Erdgas und ggf. Lagerstättenwasser mitgefördert, aufbereitet und anschließend in hierfür behördlich zugelassene Versenkbohrungen verbracht. Wir bemühen uns derzeit darum, dem Wunsch von Politik und Öffentlichkeit zu entsprechen, beim Umgang mit Lagerstättenwasser den Kreislaufgedanken noch konsequenter zu verfolgen. Ziel ist es, Lagerstättenwasser nur noch in solche Horizonte rückzuverpressen, aus denen das Lagerstättenwasser ursprünglich stammt oder die natürlicherweise noch Lagerstättenwasser enthalten.

Der Sand bleibt in den künstlichen Rissen im Gestein, um diese weiterhin offen zu halten. Beim Schiefergas ist es das Ziel, die eingesetzte Flüssigkeit wieder zu verwenden. Eine Rückverpressung ist hier nicht vorgesehen.